Admin/ Januar 20, 2022/ 5G, Gesundheit, Mobilfunk

Spätestens seit der Veröffentlichung der Publikation mit dem Titel «Gibt es Hinweise auf vermehrten oxidativen Stress durch elektromagnetische Felder?» von Mevissen & Schürmann (Uni Bern & Uni Basel) [1] vom May 2021 ist auch der BERENIS (Beratende Expertengruppe nicht-ionisierende Strahlung des Bundes) klar, dass elektromagnetische Strahlung oxidativen Stress [2] erzeugt!

Die BERENIS schreibt in Ihrem Newsletter vom Januar 2021 [3]: «Es zeichnet sich aber ein Trend ab, […] , nämlich, dass EMF-Exposition, sogar im niedrigen Dosisbereich, durchaus zu Veränderungen des oxidativen Gleichgewichtes führen kann. […]. Vorschädigungen, wie Immunschwächen oder Erkrankungen (Diabetes, neurodegenerative Erkrankungen), kompromittieren die Abwehrmechanismen inklusive der antioxidativen Schutzmechanismen des Organismus und es ist daher zu erwarten, dass bei Individuen mit solchen Vorschädigungen vermehrt Gesundheitseffekte auftreten. Zudem zeigen die Studien, dass sehr junge oder auch alte Individuen weniger effizient auf oxidativen Stress reagieren können, was selbstverständlich auch für andere Stressoren gilt, die oxidativen Stress hervorrufen.»

Und dennoch wurde am 11. Januar 2022 eine Baupublikation ausgeschrieben um im Wohn- und Pflegeheim in Utzigen eine neue Mobilfunkanlage zu erstellen. Genau an dem Ort wo Menschen mit den zitierten Vorschädigungen wohnen und gepflegt werden!

Die Geschäftsleitung des Wohn- und Pflegeheim der dem Mobilfunkbetreiber Sunrise die Einwilligung gegeben hat, diese Anlage im Dachstock des Schloss Utzigen zu bauen, ist somit Ihrer Verantwortung gegenüber den Menschen, welche Sie zu schützen hätte, nicht nachgekommen!

Es ist sehr bedauerlich, dass wieder einmal mehr, die finanziellen Interessen, die Ignoranz und das Desinteresse betreffend den gesundheitsschädlichen Auswirkung vom Mobilfunkstrahlung über den Schutz alter und schwacher Menschen gestellt wurde!

[1] «Gibt es Hinweise auf vermehrten oxidativen Stress durch elektromagnetische Felder?», Mai 2021, Mevissen & Schürmann
[2] Oxidativer Stress
[3] Newsletter vom Januar 2021, BERENIS

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